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 Reiseführer Marseille

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Marseille wurde um 600 v. Chr. von den Griechen am Golfe du Lion gegründet und ist heute die größte französische Hafenstadt, Verwaltungssitz des Departements Bouches-du-Rhone, Hauptstadt der Region Provence-Côte d'Azur und Kulturelles und wissenschaftliches Zentrum Südfrankreichs. Marseille war auf Grund des Hafens bereits in der Antike ein strategisch bedeutender Punkt. Heute kommen viele Flüchtlinge aus Nordafrika hier an. Die Stadt ist mittlerweile durchaus von der Kultur dieser Flüchtlinge geprägt. So entstand hier beispielsweise eine neue Hip Hop Richtung und in einigen Restaurants wird arabisch gekocht.

Marseille bietet dem Besucher auch einige Sehenswürdigkeiten. So ist die Kirche Nôtre Dame de la Garde auf jeden Fall einen Besuch Wert. Sie steht leicht erhöht auf einem Hügel, so dass man von hier einen herrlichen Ausblick auf die Stadt genießt. Das Château d'If liegt auf einer Insel vor Marseille und ist das französische Alcatraz. Heute strömen zahlreiche Touristen auf die ehemalige Gefängnisinsel, die zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Der gigantische Hafen kombiniert mediterranes Flair mit modernem Handel. Im älteren Teil des Hafens gibt es einige nette Cafés und Restaurants.
(c) comvos online medien GmbH, 08.01.2008, sam.
Von der Kirche Notre-Dame de la Garde hat der Besucher einen Rundblick von 360 Grad über Marseille mit 2600 Jahren älteste und nach Paris zweitgrößte Stadt Frankreichs: 240 Quadratkilometer Mittelmeermetropole auf sieben Hügeln. Jedoch braucht man Zeit und Lust, um das wahre, das einmalige Marseille zu entdecken.

Ihre Blütezeit hatte die Stadt dank ihres Hafens im 19. Jahrhundert. Sie war Zentrum des französischen Weltreiches und gehörte zu den wohlhabendsten Gegenden Europas. Heute ist die wirtschaftliche Lage in Mariseille schlechter. Große Industriefirmen sind weggezogen. In Marseille entstand das Projekt „Euroméditerranée“, das zur Zeit größte Städtebauprojekt Frankreichs - Marseille kämpft wild entschlossen darum, wieder zu seiner alten Größe zurückzukehren.

Die Nebenwirkungen des industriellen Rückgangs waren jedoch auch entscheidend für das Nachrichtenmagazin „Nouvel Observateur“, das vor fünf Jahren Marseille zur Stadt mit der besten Lebensqualität Frankreichs wählte. Ausschlaggebend waren das saubere Wasser, die gute Qualität der Luft, die Sonne, die hier 300 Tage im Jahr scheint, und der viele Platz, der jedem Einwohner gegönnt ist.

Marseille ist ein kunterbuntes, lebendiges Gemisch von 111 Quartieren und kleinen Dörfchen, die alle ihre eigenen Strukturen und Zentren haben, die ihr eigenes Leben leben. Unter der Woche ist Marseille eher provinziell - jedoch ab Donnerstagabend beginnt das Nachtleben. Ob im Quartier um den Place Thiars und an der Frontseite zum Vieux Port, Cafés, Bars, kleine Restos und Discos bieten genauso Abwechslung wie die Musikkneipen, Galerien und Ateliers an der Cours Julien und der La Plaine. Gleich neben diesem Künstler-Viertel liegen das Quartier Belle-de-Mai und die Friche, ein weltweit beachtetes und erfolgreiches kulturelles Experiment aus Ateliers, Theatern, Musikstudios, Probenräumen, Galerien und Kneipen.
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